Rechtsanwälte Arbeitsrecht Köln



Das neue Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge

Nathalie Oberthür / Stephanie Lenze
2001, 1. Auflage
PfA Verlag Kommunikationsforum GmbH

Das Handbuch bietet einen umfassenden Überblick über das seit 01.01.2001 geltende Recht. Es zeigt die Handlungsspielräume der Arbeitsvertragsparteien auf und gibt praktische Tipps zur Vermeidung kostenträchtiger Fehler. Teilzeitarbeit:Wesentlicher Kernpunkt der Neuregelung des Teilzeitrechts ist die Schaffung eines gesetzlichen Teilzeitanspruchs. Hieraus ergeben sich vielfältige Reaktionsmöglichkeiten des Arbeitgebers, deren sachgerechte Ausübung angesichts der weitreichenden Folgen des Teilzeitverlangens von entscheidender Bedeutung ist. Gegenstand der Darstellung sind dabei zum einen die Voraussetzungen des Teilzeitanspruchs und die hierbei geltenden Wartefristen. Den Anforderungen an die ordnungsgemäße Antragstellung werden die betrieblichen Gründe des Arbeitgebers, mit denen er dem Teilzeitanspruch entgegentreten kann, unter beispielhafter Aufzählung der praxisrelevanten Fallgestaltungen gegenübergestellt. Form und Frist der Ablehnungserklärung werden ebenso erläutert wie die gerichtlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung des Teilzeitanspruchs.

Befristete Arbeitsverträge: Die Befristung von Arbeitsverträgen ist zum 01.01.2001 auf eine völlig neue gesetzliche Grundlage gestellt worden. Die Regelungsinhalte des Beschäftigungsförderungsgesetzes, welches bislang die vereinfachte Befristung von Arbeitsverträgen regelte, wurden deutlich verschärft; ohne Sachgrund kann eine Befristung nur noch im Zusammenhang mit einer Neueinstellung vereinbart werden. Wann ein Sachgrund vorliegt, wird gesetzlich erstmals umfassend definiert. Dabei lehnt sich das Gesetz an die bisherige Rechtsprechung des BAG an, welche weiter von entscheidender Bedeutung für die Wirksamkeit einer Befristungsabrede bleiben wird. Die Darstellung der Befristungsgründe erfolgt deshalb unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung, die vor einiger Zeit zu wesentlichen Fragen des Befristungsrechts Stellung genommen hat. Besonderes Augenmerk wird auch auf die formellen Seiten der Befristungsabrede gelegt, die nunmehr zwingend die Einhaltung der gesetzlichen Schriftform verlangt.

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